Zum dritten Mal haben wir den Einsatz von Social Media bei Schweizer Organisationen untersucht.

Wie im Vorjahr bespielen 67 Prozent der Befragten soziale Netzwerke. Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden sind sogar zu 89 Prozent dabei, Behörden und Verwaltungen beteiligen sich zu 83 Prozent. Eher abwartend zeigen sich KMU mit einem Engagement von 59 Prozent. Hier dürfte der hohe Aufwand abschrecken: 43 Prozent der Social-Media-Abstinenten begründen ihr Abwarten damit, 41 Prozent nennen ein erwartetes Desinteresse auf Empfängerseite.

Marketing mehrheitlich integriert – Nachholbedarf für CRM und Vertrieb

65 Prozent der Social-Media-Aktiven haben die entsprechenden Tätigkeiten in ihre Markenkommunikation integriert, 61 Prozent in Produktinfos und Kampagnen. Das zeigt, dass Social Media zum Bestandteil von alltäglichen Kommunikationsprozessen wird. Am meisten zu tun gibt es bei der persönlichen Ansprache; erst 10 Prozent der aktiven Organisationen gleichen ihr CRM mit Social Media ab. Und erst 13 Prozent kombinieren Vertriebsprozesse mit dem neuen Dialog.

Die Top 6

Die Hitparade der am stärksten genutzten Plattformen verändert sich wenig: Wo die meisten Nutzer sitzen, werden Profile eröffnet. Facebook steht mit 84 Prozent Beteiligung mit Abstand vor YouTube (59 Prozent), Xing, Twitter, Google+ und LinkedIn. Aufsteiger sind Xing (plus 1 Platz) und LinkedIn (plus 2). Dafür fallen externe Blogs von Platz sechs auf zehn. Mehr als die Hälfte Organisationen unterhalten auf Facebook und Twitter zwei oder mehr Profile.

Trotz grossem Aufwand: Bedeutung für Image und Absatz nimmt zu

Die Beteiligten schätzen den Aufwand für Social Media mit 64 Stellenprozent ein – Grossunternehmen veranschlagen 120, KMU 40 Stellenprozent. Knapp die Hälfte aller Befragten glaubt, der Aufwand sei insgesamt grösser als der Nutzen, 27 Prozent sehen ein ausgeglichenes Verhältnis und 6 Prozent mehr Nutzen. Den Aufwand nimmt man, wie bei anderen Kommunikations-Aktivitäten, wohl weiter in Kauf: 60 Prozent der Social-Media-Engagierten erwarten in den nächsten zwei Jahren eine zunehmende Bedeutung dieser Plattformen für Image und Absatz.